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lesen macht glücklich


Kurzbeschreibung

 

Während die Sonnenstrahlen über das Ägäische Meer gleiten, Anna und Manfred auf der Terrasse von Annas kleinem Häuschen auf der Insel Thassos sitzen und ihre Blicke über die See wandern, nimmt ein Tonbandgerät Annas Erzählung auf. Es ist die Geschichte zweier ganz verschiedener Frauen, die eine lebenslange und wunderbare Freundschaft verbunden hat. Sara entschied sich für ein Leben als Ehefrau und Mutter; Anna widmete sich ausschließlich ihrem Beruf als Schriftstellerin. Die Autorin führt den Leser durch die Geschichte des 20. Jahrhunderts, gibt ihm einen Einblick in eine spanische Großfamilie und lässt ihn die wunderbare Natur der Nordfriesischen Insel Amrum erleben. Zaragoza und Gran Canaria in Spanien, München in Bayern, Amrum in Norddeutschland, Thassos in Griechenland, das Dorf Camaldoli in den italienischen Apenninen, diese Orte werden in ihrem Roman eingebettet und bilden eine faszinierende Kulisse im Leben von Sara und Anna.

 

REZENSIONEN BEI

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Rezension von Ursula Busch

Eine Reise durch Europa

Ein wunderschönes Buch, das über mehrere Jahrzehnte die Geschichte zweier Frauen erzählt. Die einzelnen Handlungsorte sind so toll beschrieben, daß man dort Urlaub machen möchte.

 

Rezension von Hilde Möller

für „Begegnung auf Amrum“ von Karin Steinberg-Berge

Liebe Karin Steinberg Berge - ich mag meine Rezensionen in Briefform schreiben, sie sind dadurch für mich persönlicher. Wir haben uns brieflich schon über Dein Buch „Begegnung auf Amrum“ unterhalten, was mich dazu anregte, mich noch einmal ganz intensiv mit Deinem Buch zu beschäftigen. Dazu möchte ich Dir folgendes mitteilen:

Begegnung auf Amrum - Ich kenne Amrum nicht, aber das Buch von Karin Steinberg Berge hat die Lust geweckt, diese Insel kennen zu lernen. Doch es ist natürlich nicht nur die Insel, die dem Leser nahegebracht wird, es sind viele Begegnungen und Schicksale, die einem von Anfang bis zum Ende dieses Buches gefangen halten.

Da ist Anna, die Frau, die sich für die Unabhängigkeit entschieden hat - wie gut kann ich diese Haltung verstehen. Dennoch lehnt sie weder die Liebe noch Bindungen ab und als Manfred, der Mann, der ihr Liebhaber aber vor allem auch ihr Freund war, was sich ja nicht ausschließt, ganz am Schluss von Annas Leben deren lebhafte und abwechslungsreiche von ihr auf Band gesprochene Lebensgeschichte aufschreibt, wird er nirgends den Satz finden, den so viele Menschen am Ende ihres Lebens sagen: „War das alles?“ Schreiben, reisen, Freundschaften, neue Welten kennen lernen, nie ablehnend gegenüber fremden Einflüssen, aufgeschlossen Menschen und Landschaften gegenüber, vor allem aber frei und unabhängig - das war Anna. Sie wird dem Leser in einer klaren, ehrlichen und doch sehr einfühlsamen Form nahe gebracht.

Und dann das ganz andere Schicksal von Sara - die Frau, die sich für Ehe und Kinder entscheidet - insgesamt acht eigene und eine Adoptivtochter. Gewiss ein ebenso, wenn auch anders erfülltes Leben an der Seite ihres spanischen Ehemannes Rafael in Spanien. Ich kenne Spanien aus jahrelangem Aufenthalt dort sehr gut - und ich konnte spüren, dass hier jemand schreibt, dem das Land, die Leute, die Sitten, vor allem aber die inneren Zusammenhänge und Ansichten nicht fremd sind. Doch ist Sara immer glücklich in der von ihr frei gewählten Lebensart? Meistens wohl schon, sie will für andere da sein, sie will für andere leben, aber vergisst sie nicht dabei, auch ganz persönlich für sich zu leben? Ich stellte mir diese Frage, als Sara anfing, sich zu vernachlässigen - vielleicht, weil sie selbst für andere - außer für Anna, die jahrzehntelang ihr Leben von der Ferne und oft auch bei Besuchen mit ihr teilt, nicht wahrnehmbar ist? Ich empfand Wut auf Rafael - acht Kinder, die angebliche Angst und Sorge um seine Frau - warum überlässt er es dann als Arzt ihr, sich letzten Endes sterilisieren zu lassen? Das auf die damalige Zeit zu schieben, ist eine bequeme Ausrede für Männer, denen man eine Sterilisation nicht zumuten kann. Ein von einem Arzt wortwörtlich vertretene Meinung im Deutschland von 1964!

Man spürt in diesem Buch, dass Karin Steinberg Berge auch malt - ihr Stil ist farbig, bunt, abwechslungsreich, leuchtend und manchmal auch dunkel-melancholisch.

Aber nicht nur die Lebensgeschichte der beiden Frauen Anna und Sara machen das Buch so lesenswert, sondern auch die Auseinandersetzung mit dem geschichtlichen und politischen Prozess des letzten Jahrhunderts macht „Begegnung auf Amrum“ zu einem wichtigen Buch. Ich freue mich sehr, es kennen gelernt zu haben.

 

Rezension von Jakob Anderhandt

Meer, Sonne, Bücher, Kinder

Einige Monate vor ihrem herannahenden Tod besucht Manfred seine Freundin Anna in ihrem Inseldomizil auf Thassos. Anna möchte Manfred ihr Leben erzählen, das nicht nur von der Beziehung zu ihm, sondern noch weit mehr von der lebenslangen Freundschaft zur fast gleichaltrigen Sara geprägt ist, welcher Anna vor nun bald siebzig Jahren auf Amrum begegnete.

Zwei junge Frauen, die sich bis dahin nur flüchtig kennen und die zwei ganz unterschiedliche Lebensentwürfe kennzeichnen, sitzen an einem verhangenen Maitag im Jahr 1925 im Strandrestaurant von Norddorf: Anna möchte Schriftstellerin werden - sie hat vor kurzem ihrem Zeitungsverlag gekündigt und macht gerade eine Schaffenskrise durch -, Sara hingegen plant, in die Großfamilie eines spanischen Arztes einzuheiraten. An jenem Nachmittag erkennt jede der beiden Frauen in der anderen ihr Gegenteil - und diese fruchtbare Spannung ist es wohl, welche sie trotz der inneren und äußeren Konflikte, die ihnen das Leben im 20. Jahrhundert bringen wird, auch über lange Durststrecken in Verbindung bleiben läßt.

Die größte Stärke des Romans ist zugleich seine größte Schwäche: Auf 420 Seiten beschränkt sich Karin Steinberg-Berge nicht etwa darauf, entscheidende Lebensstationen ihrer Hauptfiguren nachzuzeichnen, sondern läßt Anna genauso von Saras insgesamt neun Kindern mit Rafael Gonzaléz Gracía erzählen, mit denen die Schriftstellerin durch die ausgedehnten Besuche im Haus der Familie ständig verbunden ist.

Die Form des Romans ist einfach, trotzdem kunstvoll: Statt Annas Lebensbericht zu überarbeiten, hat Manfred die auf Tonband aufgezeichneten Erinnerungen transkribiert und bloß das Nötigste an Kommentaren hinzugefügt. Dabei herausgekommen ist eine südländisch leichte, manchmal wundersam unbeholfene Schilderung im Plauderton, die nur hin und wieder gestört wird, wenn Anna in allgemeinere Betrachtungen über das Schicksal ihrer Generation abschweift.

Meine Bücher gibt es sowohl als Taschenbuch wie auch als E-Book bei

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